Lehrter Grüne fordern Messcontainer für die Kernstadt Lehrte - Feinstaubbelastung in der Stadt vermutlich wie in Burgdorf

  • Veröffentlicht am: 29. August 2006 - 6:45

Die vorgeschlagene Sperrung der Burgdorfer Innenstadt an bestimmten Tagen und die damit verbundenen Umleitungen des Schwerlastverkehrs durch die Lehrter Ortschaften Aligse, Steinwedel und Immensen wird zurecht von den Ortsräten beklagt und ist nicht hinzunehmen, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Lehrter Stadtrat Ronald Schütz.

Damit wird das Problem nur verschoben und nicht grundsätzlich angepackt. Zu vermuten sei auch, dass die Lehrter Innenstadt mindestens genauso belastet sei wie die Burgdorfer Innenstadt, so Schütz.

Als Indizien seien hierfür eindeutig die Feinstaubemmisssionen aus dem Schwerlastverkehr der Berliner Autobahn zu nennen. Gerade hier fahren LKW, die sich in einem technisch überholten Zustand befinden, und keinen Rußpartikelfilter besitzen. Ca. 15% der 85.000 Fahrzeuge, also 13.000, sind LKW. Hinzu kommen die Emmisssionen der viel befahrenen Bundesstraße 443 zwischen Aligse und in der Kernstadt. Verstärkt werden hier die Feinstäube vor allem durch den Reifen- und Bremsenabrieb, da die Ampelschaltung durch die Stadt alles andere als optimal sind.

Nicht zu unterschätzen seien auch die Hintergrundbelastungen an Stäuben die sich aus der Zementindustrie und der Müllverbrennung ergeben, so Schütz. Wir fordern deshalb einen Messcontainer für Lehrte, damit aus den Ergebnissen Schlüsse für die Kernstadt gezogen werden können. Noch mehr Verkehr auf die Lehrter Straßen zu bringen, wenn in Burgdorf gesperrt wird, ist jedenfalls der falsche Weg. Güter gehören auf die Schiene.

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